Glossar
Glossar — die wichtigsten Begriffe verständlich erklärt
Von ITIN bis Wegzugsbesteuerung: 71 zentrale Begriffe rund um Finanzfreiheit, das US-System und Travelhacking — jeder mit eigener Seite, Definition und Verlinkung.

A
ACH (Automated Clearing House)
ACH ist das US-amerikanische Zahlungsverkehrsnetzwerk für Überweisungen und Lastschriften zwischen US-Bankkonten, vergleichbar mit dem europäischen SEPA-System. ACH-Überweisungen sind meist kostenlos oder günstig, aber langsamer als Wire Transfers.
Amex Global Transfer
Der Amex Global Transfer bezeichnet die Möglichkeit, eine bestehende American-Express-Kredithistorie (z. B. aus Deutschland oder Österreich) in die USA zu übertragen und so eine US-Amex ohne SSN, ITIN oder US-Wohnsitz zu erhalten.
Annual Report
Der Annual Report ist eine jährliche Pflichtmeldung einer US-LLC beim Secretary of State des Gründungsstaates, mit der die Gesellschaft ihren aktiven Rechtsstatus bestätigt. In Wyoming ist er einfach und günstig; wird er versäumt, verliert die LLC ihren guten Rechtsstatus (Good Standing).
Ansässigkeitsbescheinigung
Eine Ansässigkeitsbescheinigung ist ein amtliches Dokument, das die steuerliche Ansässigkeit in einem bestimmten Land bestätigt, meist ausgestellt vom dortigen Finanzamt. Sie wird oft benötigt, um Vorteile aus einem Doppelbesteuerungsabkommen geltend zu machen.
APR (Annual Percentage Rate)
Die APR ist der effektive Jahreszins, den eine US-Kreditkarte auf nicht vollständig beglichene Salden berechnet. Wer seine Rechnung monatlich vollständig begleicht, zahlt in der Regel keine Zinsen – die APR wird erst relevant, wenn ein Saldo stehen bleibt.
Articles of Organization
Die Articles of Organization sind das Gründungsdokument einer US-LLC, das beim Secretary of State des gewählten Bundesstaates eingereicht wird. In Wyoming ist die Einreichung ein reiner Online-Vorgang, der oft innerhalb weniger Werktage bearbeitet wird.
Authorized User (Zusatzkarteninhaber)
Ein Authorized User ist eine Person, die als Zusatzkarteninhaber auf dem Konto eines Hauptkarteninhabers eine eigene Karte erhält, ohne selbst für die Bonitätsprüfung verantwortlich zu sein. Die Zahlungshistorie der Hauptkarte kann sich positiv auf den FICO-Score des Authorized User auswirken.
B
Bank Secrecy Act (BSA)
Der Bank Secrecy Act ist ein US-Bundesgesetz, das US-Finanzinstitute zur Vorbeugung von Geldwäsche verpflichtet, unter anderem durch Kundenidentifikation (KYC) und Meldung verdächtiger Transaktionen. Er betrifft die interne Compliance von US-Banken, nicht die steuerliche Meldepflicht ausländischer Kontoinhaber.
Bonität (FICO-Score)
Der FICO-Score ist die in den USA maßgebliche Kreditwürdigkeitszahl von 300 bis 850. Er steigt vor allem durch pünktliches Abzahlen von Kreditkarten; ein Wert über 750 gilt als sehr gut.
C
C-Corporation
Die C-Corporation ist eine US-Kapitalgesellschaftsform, die als eigenständiges Steuersubjekt gilt und getrennt von ihren Anteilseignern besteuert wird. Sie ist der Standard für Unternehmen, die Investoren oder einen Börsengang anstreben, anders als die steuerlich meist transparente LLC.
CAA (Certifying Acceptance Agent)
Ein Certifying Acceptance Agent ist eine vom IRS autorisierte Stelle, die Identitätsdokumente für die ITIN-Beantragung vor Ort beglaubigen kann. Über einen CAA muss der Reisepass in vielen Fällen nicht im Original in die USA verschickt werden.
Cash Back
Cash Back ist eine Einlöseart, bei der Kreditkartenpunkte direkt als Bargutschrift auf die Abrechnung angerechnet werden. Sie ist unkompliziert, liefert aber meist einen geringeren Wert pro Punkt als der Transfer zu Airline- oder Hotelpartnern.
Charge Card
Eine Charge Card unterscheidet sich von einer klassischen Kreditkarte dadurch, dass der volle Saldo jeden Monat beglichen werden muss, statt über einen Kreditrahmen finanziert zu werden. American Express bietet neben klassischen Kreditkarten auch Charge Cards ohne festen Kreditlimit an.
Checking Account
Ein Checking Account ist das US-amerikanische Pendant zum deutschen Girokonto – für den laufenden Zahlungsverkehr gedacht, im Gegensatz zum zinstragenden Savings Account. Die meisten US-Bankkonten für Alltagszwecke sind Checking Accounts.
Common Reporting Standard (CRS)
Der CRS ist ein OECD-Standard zum automatischen Austausch von Kontodaten zwischen über 100 Staaten. Teilnehmerländer melden Kontoinformationen von Steuerausländern an deren Heimatbehörden. Die USA nehmen nicht teil.
Credit Bureau
Ein Credit Bureau ist eine US-Auskunftei, die Kreditdaten sammelt und daraus den FICO-Score berechnet. Die drei großen US-Credit-Bureaus – Experian, Equifax und TransUnion – arbeiten unabhängig von der deutschen Schufa und greifen nicht auf europäische Bonitätsdaten zu.
D
Debanking
Debanking bezeichnet die Kündigung oder Verweigerung von Bankkonten durch Finanzinstitute, oft ohne ausführliche Begründung. Ein zweites Standbein außerhalb des EU-Systems reduziert dieses Risiko.
Disregarded Entity
Eine Disregarded Entity ist eine Single-Member-LLC, die vom IRS steuerlich nicht als eigenständiges Unternehmen behandelt wird, sondern deren Einkünfte direkt dem Eigentümer zugerechnet werden. Ausländische Eigentümer müssen trotzdem jährlich Form 5472 zusammen mit einer Pro-forma Form 1120 einreichen.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein zwischenstaatlicher Vertrag, der verhindert, dass dieselben Einkünfte in zwei Ländern gleichzeitig voll besteuert werden. DBAs enthalten meist eigene Tie-Breaker-Regeln, falls zwei Länder gleichzeitig eine steuerliche Ansässigkeit beanspruchen.
E
EIN (Employer Identification Number)
Die EIN ist die Steuernummer einer US-Gesellschaft, vergeben vom IRS. Sie wird u. a. für Bankkonto und Geschäftstätigkeit einer LLC benötigt.
Elite Status
Elite Status ist eine Kundenstufe innerhalb eines Airline- oder Hotelprogramms, die durch Umsatz, Nächte oder Segmente erreicht wird und Vorteile wie Upgrades, Lounge-Zugang oder kostenloses Frühstück bringt. Manche Kreditkarten ermöglichen Elite Status direkt, ohne die sonst nötigen Nächte oder Flüge.
Erweiterte beschränkte Steuerpflicht
Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht ist eine deutsche Regelung, die bestimmte Inlandseinkünfte ehemaliger Steuerinländer nach dem Wegzug in ein Niedrigsteuerland für bis zu zehn Jahre weiter erfasst. Sie betrifft vor allem Personen mit wesentlichen wirtschaftlichen Interessen in Deutschland.
F
FATCA
FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) ist das US-Meldesystem, das ausländische Banken verpflichtet, Konten von US-Personen an die USA zu melden. Anders als beim CRS melden die USA nicht automatisch zurück.
Flaggentheorie
Die Flaggentheorie ist ein Konzept, das verschiedene Lebensbereiche (Wohnsitz, Firma, Konto, Staatsbürgerschaft) bewusst auf unterschiedliche Länder verteilt, um Freiheit und Effizienz zu maximieren.
Form 5472
Form 5472 ist eine Informationspflicht des IRS für ausländisch gehaltene Single-Member-LLCs (Disregarded Entities), eingereicht zusammen mit einer Pro-forma Form 1120. Sie begründet selbst keine Steuerpflicht, wird bei Versäumnis aber empfindlich sanktioniert.
Franchise Tax
Die Franchise Tax ist eine jährliche Gebühr, die manche US-Bundesstaaten – darunter Delaware – von dort registrierten Unternehmen erheben, unabhängig vom tatsächlichen Gewinn. Wyoming erhebt keine vergleichbare Steuer, was einer der Gründe für die niedrigeren laufenden Kosten dort ist.
Fremdwährungsgebühr
Eine Fremdwährungsgebühr ist ein Aufschlag beim Bezahlen in fremder Währung. Rund 95 % der US-Kreditkarten erheben keine solche Gebühr und rechnen zum Live-Wechselkurs ab.
H
Hard Pull (Bonitätsabfrage)
Ein Hard Pull ist eine Bonitätsabfrage, die bei einem Kreditkartenantrag ausgelöst wird und kurzfristig einen kleinen negativen Effekt auf den FICO-Score haben kann. Zu viele Hard Pulls in kurzer Zeit werden von Banken als Risikosignal gewertet.
Hilton Diamond / Hyatt Globalist
Hilton Diamond und Hyatt Globalist sind die höchsten Elite-Status der jeweiligen Hotelprogramme. Sie bringen Upgrades, kostenloses Frühstück und Suiten – teils erreichbar über die passende Kreditkarte statt über 60 Hotelnächte.
K
Kreditauslastung (Credit Utilization)
Kreditauslastung bezeichnet das Verhältnis zwischen genutztem Kreditrahmen und verfügbarem Gesamtlimit. Eine niedrige Auslastung wirkt sich positiv auf den FICO-Score aus – als Richtwert gilt eine Auslastung deutlich unter 30 % des verfügbaren Rahmens.
KYC (Know Your Customer)
KYC bezeichnet die Pflicht von Banken und Finanzinstituten, die Identität ihrer Kunden zu überprüfen und zu dokumentieren, bevor ein Konto eröffnet wird. KYC-Anforderungen sind international Standard und unabhängig von CRS oder FATCA.
L
Lebensmittelpunkt
Der Lebensmittelpunkt bezeichnet den Ort, an dem sich Familie, wirtschaftliche Interessen und der überwiegende Teil des Lebensalltags einer Person befinden. Er ist neben der 183-Tage-Regel eines der wichtigsten Kriterien, die Finanzämter zur Bestimmung der steuerlichen Ansässigkeit heranziehen.
LLC (Limited Liability Company)
Eine LLC ist eine US-Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung, die als Rechtsträger für Konto, Bonität und Vermögensschutz dient. Für in DACH Ansässige wird sie steuerlich meist transparent behandelt.
Lounge Access
Lounge Access bezeichnet den Zugang zu Flughafenlounges, der über Elite Status, bestimmte Kreditkarten oder den gebuchten Tarif gewährt wird. Premium-Reisekreditkarten bieten Lounge-Zugang oft als festen Bestandteil ihrer Jahresgebühr.
M
Mail-Forwarding-Service
Ein Mail-Forwarding-Service stellt eine physische US-Adresse zur Verfügung, scannt eingehende Post und leitet wichtige Dokumente digital oder physisch weiter. Er ist für die meisten US-Kontoeröffnungen und Kreditkartenanträge die Grundvoraussetzung.
Member (LLC-Gesellschafter)
Ein Member ist der offizielle Begriff für einen Gesellschafter einer US-LLC, vergleichbar mit einem GmbH-Gesellschafter im deutschen Recht. Eine LLC mit nur einem Member heißt Single-Member-LLC, eine mit mehreren Multi-Member-LLC.
Membership Rewards
Membership Rewards ist das flexible Punkteprogramm von American Express. Der Wert entsteht vor allem durch Transfer der Punkte an Airline- und Hotelpartner.
Mileage Run
Ein Mileage Run ist ein Flug, der primär zum Sammeln von Meilen oder zum Erreichen eines Elite-Status-Schwellenwerts gebucht wird, nicht wegen des Reiseziels selbst. Er lohnt sich nur, wenn der Wert der erreichten Meilen oder des Status die Kosten des Fluges übersteigt.
Minimum Spend
Minimum Spend ist der Mindestumsatz, den eine neue Kreditkarte in einem festgelegten Zeitraum verlangt, um den Willkommensbonus freizuschalten. Wird er verfehlt, entfällt der Bonus meist vollständig.
N
Nicht-CRS-Jurisdiktion
Eine Nicht-CRS-Jurisdiktion ist ein Land, das nicht am automatischen Informationsaustausch des Common Reporting Standard teilnimmt. Die USA sind das bekannteste Beispiel dafür, da sie stattdessen auf das einseitige FATCA-System setzen.
Non-Dom-Status
Der Non-Dom-Status ist eine steuerliche Regelung einiger Länder, bei der im Ausland erzielte Einkünfte nur begrenzt oder gar nicht besteuert werden, solange sie nicht ins Land überwiesen werden.
Non-Resident Alien (NRA)
Non-Resident Alien ist die steuerliche Einstufung des IRS für Personen, die weder US-Staatsbürger noch nach dem Substantial Presence Test steuerlich in den USA ansässig sind. Die meisten WeltFrei-Leser fallen unter diese Kategorie, was bestimmte steuerliche Meldepflichten, aber auch Vorteile mit sich bringt.
O
OFAC-Sanktionsliste
Die OFAC-Sanktionsliste des US-Finanzministeriums nennt Länder und Personen, für die US-Finanzdienstleistungen gesperrt sind. Bürger dieser wenigen Länder sind vom US-System ausgeschlossen.
Operating Agreement
Das Operating Agreement ist das interne Regelwerk einer US-LLC, das Eigentumsanteile, Entscheidungsbefugnisse und Gewinnverteilung festlegt. Es muss nicht beim Staat eingereicht werden, wird aber von Banken zur Kontoeröffnung fast immer verlangt.
P
Pass-Through-Besteuerung
Pass-Through-Besteuerung bedeutet, dass die Gewinne einer LLC nicht auf Unternehmensebene besteuert werden, sondern direkt den Gesellschaftern zugerechnet werden. Für in Deutschland ansässige LLC-Eigentümer bedeutet das: Die Gewinne werden meist unmittelbar der persönlichen Steuerpflicht zugerechnet.
Perpetual Traveler (PT)
Ein Perpetual Traveler ist jemand, der bewusst keinen festen steuerlichen Wohnsitz hat und seine Zeit so verteilt, dass er nirgends unbeschränkt steuerpflichtig wird.
Points Transfer Bonus
Ein Points Transfer Bonus ist eine zeitlich begrenzte Aktion, bei der ein Kartenprogramm einen prozentualen Aufschlag auf Punkte gewährt, die zu einem bestimmten Transferpartner übertragen werden. Solche Bonusaktionen können den effektiven Wert eines Transfers deutlich erhöhen, sollten aber erst nach Prüfung der Flugverfügbarkeit genutzt werden.
R
Redemption (Einlösung)
Redemption bezeichnet die Einlösung gesammelter Punkte oder Meilen gegen einen Flug, eine Hotelübernachtung oder eine Gutschrift. Der Wert einer Redemption hängt stark von der gewählten Einlöseart ab – Transfers an Airline- oder Hotelpartner liefern meist deutlich mehr Wert als eine reine Gutschrift.
Registered Agent
Ein Registered Agent ist ein Zustellungsbevollmächtigter im US-Gründungsstaat, der für eine LLC gesetzlich vorgeschrieben ist und behördliche Post entgegennimmt.
Routing Number
Die Routing Number ist eine neunstellige Kennziffer, die die kontoführende US-Bank identifiziert, vergleichbar mit der deutschen Bankleitzahl. Sie wird zusammen mit der Kontonummer für ACH-Überweisungen und Lastschriften benötigt.
S
Secured Credit Card
Eine Secured Credit Card ist eine durch eine Bareinlage abgesicherte Kreditkarte, bei der die Einlage als Sicherheit für den Kreditrahmen dient. Sie ist ein möglicher Einstieg für den Bonitätsaufbau ohne bestehende US-Kredithistorie, wird bei WeltFrei aber meist durch den schnelleren Amex-Global-Transfer- oder ITIN-Weg ersetzt.
Single-Member LLC
Eine Single-Member LLC ist eine US-LLC mit nur einem Gesellschafter (Member). Steuerlich wird sie vom IRS in der Regel als Disregarded Entity behandelt, was zusätzliche Meldepflichten wie Form 5472 auslöst, wenn der Eigentümer nicht US-ansässig ist.
Soft Pull
Ein Soft Pull ist eine Bonitätsabfrage, die keinen Einfluss auf den FICO-Score hat, etwa bei einer Vorqualifizierung oder einer Selbstauskunft. Anders als ein Hard Pull wird er von anderen Banken bei zukünftigen Anträgen nicht berücksichtigt.
SSN (Social Security Number)
Die SSN ist die US-Sozialversicherungsnummer. Nicht-US-Bürger haben in der Regel keine SSN und nutzen stattdessen die ITIN oder den Amex Global Transfer.
State Income Tax
Die State Income Tax ist eine bundesstaatliche Einkommensteuer, die manche US-Bundesstaaten auf Unternehmens- oder Personenebene erheben. Wyoming zählt zu den Staaten ohne State Income Tax, was ein wesentlicher Grund für seine Beliebtheit bei internationalen LLC-Gründern ist.
Statement Credit
Ein Statement Credit ist eine Punkteeinlösung als Gutschrift auf die Kreditkartenabrechnung. Sie ist bequem, aber meist die schlechteste Einlöseart im Vergleich zum Transfer an Partner.
Stopover
Ein Stopover ist ein geplanter, längerer Zwischenstopp auf dem Weg zum eigentlichen Reiseziel, der bei manchen Punkteprogrammen ohne Zusatzkosten in eine Prämienbuchung eingebaut werden kann. Damit lassen sich effektiv zwei Reiseziele mit einer einzigen Meileneinlösung verbinden.
Substantial Presence Test
Der Substantial Presence Test ist das Berechnungsverfahren des IRS, das anhand der in den USA verbrachten Tage (gewichtet über drei Jahre) entscheidet, ob eine US-Steuerpflicht besteht.
Sweetspot
Ein Sweetspot ist eine besonders wertvolle Punkteeinlösung, bei der das Verhältnis von eingesetzten Punkten zum Cash-Wert außergewöhnlich gut ist.
T
Tie-Breaker-Regel
Die Tie-Breaker-Regel ist eine in Doppelbesteuerungsabkommen enthaltene Prüfreihenfolge, die entscheidet, welchem Land die steuerliche Ansässigkeit zugeordnet wird, wenn zwei Länder gleichzeitig einen Anspruch erheben. Geprüft wird meist in dieser Reihenfolge: ständige Wohnstätte, Mittelpunkt der Lebensinteressen, gewöhnlicher Aufenthalt, Staatsangehörigkeit.
Transferpartner
Transferpartner sind Airline- und Hotelprogramme, zu denen sich flexible Kreditkartenpunkte übertragen lassen. US-Programme haben deutlich mehr und wertvollere Partner als DE/AT-Programme.
W
W-7-Formular
Das W-7-Formular ist der offizielle IRS-Antrag zur Beantragung einer ITIN. Es erfordert neben persönlichen Daten die Angabe eines konkreten Beantragungsgrundes sowie einen Identitätsnachweis, meist einen zertifizierten Reisepass.
W-8BEN
Das Formular W-8BEN bestätigt gegenüber einer US-Institution, dass du kein US-Steuerpflichtiger bist, und ermöglicht dadurch reduzierte Quellensteuersätze auf bestimmte US-Einkünfte gemäß Doppelbesteuerungsabkommen. Es wird typischerweise von Banken oder Brokern angefordert, nicht direkt beim IRS eingereicht.
Wegzugsbesteuerung
Die Wegzugsbesteuerung ist eine Steuer auf stille Reserven beim Wegzug ins Ausland, insbesondere für Anteilseigner von Kapitalgesellschaften. Sie wird fällig, als hätte man die Anteile beim Wegzug verkauft.
Willkommensbonus (Sign-up Bonus)
Ein Willkommensbonus ist eine einmalige Punktegutschrift für das Erreichen eines Mindestumsatzes in den ersten Monaten nach Kartenerhalt – in den USA oft deutlich höher als in Europa.
Wire Transfer
Ein Wire Transfer ist eine sofortige, meist gebührenpflichtige Banküberweisung, die im Gegensatz zum ACH-System noch am selben Tag ankommt. Für internationale Überweisungen zwischen US- und EU-Konten ist der Wire Transfer oft der zuverlässigste, aber teurere Weg.
Wirtschaftlich Berechtigter (UBO)
Der wirtschaftlich Berechtigte (Ultimate Beneficial Owner, UBO) ist die natürliche Person, die letztlich Eigentümerin oder Nutznießerin einer Gesellschaft ist, auch wenn formal andere Personen oder Strukturen als Eigentümer auftreten. Viele Länder verlangen die Offenlegung des UBO in Unternehmensregistern, wenn auch mit unterschiedlicher öffentlicher Einsehbarkeit.